Der Druckpunkt

Ein Druckpunkt wandert durch's Profil;
Er wandert leider viel zu viel.
Jetzt sitzt er schon ganz hinten
Und ist kaum noch zu finden.

Drob packt den Flieger kalter Graus,
Und mit erhöhtem Frackgesaus
Und flatternder Krawatte
Hält er sich an der Latte.

Und toll und toller wird die Fahrt,
Die Angst sich mit dem Schrecken paart.
Pilotus schreit, Pilotus brüllt,
Der Druckpunkt sich in Schweigen hüllt.

Doch auch der Druckpunkt kommt in Druck,
Er kann verdammt nicht mehr zurück,
Drum überlegt er hin und her,
Was schließlich da zu machen wär'.

Und wie er ernstlich simuliert,
Er plötzlich seinen Halt verliert,
Und da die Kiste sehr im Rasen,
Bums! fällt er in die Sperrholznasen.

Kaum hat er dort sich angesammelt,
Hört er, wie man am Knüppel rammelt.
Allein, wie dies so manchmal geht,
Kam dieses Rammeln viel zu spät.

Der Vogel, gänzlich überzogen,
Fühlt sich zum Absturz sehr bewogen,
Und, wie zum Looping geht die Kiste,
Vergeh'n dem Druckpunkt die Gelüste.

Jetzt rutscht er kraftlos hin und her.
Drob graust's dem Flieger nur noch mehr,
Denn nichts nützt sein Verschwinden,
Mal drückt er vorn, mal hinten.

Tief im Tal ein Trümmerhaufen!
Leute, die herbeigelaufen,
Fanden den geknickten Kahn,
Tief darunter einen Mann.

Der, noch kaum herausgewühlt
Wütend nach dem Druckpunkt schielt!
Schulbewußt und dennoch heiter,
Zieht der seines Weges weiter.